Die Geschichte Thals

 

Das Alter von Thal ist nicht genau bekannt. Im Jahre 1937 wurden bei Erdarbeiten in der Nähe der Brauerei Steinsärge gefunden. Die Experten des Landesamtes für Denkmalpflege erklärten, dass es sich um verschiedene altbajuwarische Reihengräber der Merowingerzeit handelt. Das belegt, dass Thal schon sehr frühzeitig von den eingewanderten Bajuwaren besiedelt wurde.

Urkundlich tritt der Ort erst etwa 500 Jahre später im Jahr 1109 in Erscheinung, als Leonhard von Thal als Zeuge benannt wurde.

1250 verkauften die Brüder in Schäftlarn ihre Kurie in Thal an das Kloster Beyharting um 22 Talente.

1258 überließen der edle Ritter Leonhart von Thal und seine Gemahlin den Ort Herzog Ludwig dem Strengen, der vier Priester und zwei Laienbrüder von Aldersbach hierher setze. Lienhart von Thal gab diesen Priestern seinen Hof, während er selbst in ein Kloster ging und Geistlicher wurde. Die Priester blieben, nachdem sie in Thal ein Kirchlein und ein Schlafhaus errichtet hatten, drei Jahre, gaben den Ort aber wegen seiner Armut auf.

Eine historische Urkunde führt dazu aus:

Darnach als man zelt (zählt) nach der Geburth Christi 1258 Jar, da schrieb er (Ludwig) gen Alderspach und begerrt an den Abbt, ihm etliche geistlich Persohn zu schicken. Nach solchem Begeren schickt ihm der Abt von den bestimbten Kloster vier Priester und zwen (zwei) Conversi oder Partling, die khamen am ersten gen Thall. Bemelter Edelmann verließ die Welt und gieng in ein Kloster und ward geistlich, desslben gleichen sein Hausfraue.

Aber es dauerte nicht lange mit dem Kloster:

Sie baueten sich ein Bethaus und ein Schlafhaus. Und bliben da bei drei Jahren.

Die Gift und Rente, also die Einkünfte, waren zu klein, so daß die Klosterleute wieder heimkehrten von wo sie gekommen waren. Man schickte andere, aber diese machten es ebenso

 

 

Ein Schutzbrief, ausgestellt am 9. Februar 1259 von Papst Alexander IV. an den Abt von Thal verbietet, vom Kloster in Thal überhöhte und räuberische Zinsen zu nehmen.

 

Privileg Alexander IV. an Abt und Convent »de Valle salutis Cisterciensis ordinis Frisingensis dioecesis«

C Bayerisches Hauptstaatsarchiv, KU Fürstenfeld 2/2

Schutzbrief

 

Weitere Urkunden überliefern, daß bei der Konfirmationsbulle des Papstes Clemens des IV. Vom Jahre 1266 unter den neuen Besitzungen des Klosters Fürstenfeldbrucks namentlich Greinbach (am Samerberg), Puch und Thal angeführt wurden.

Am 9. Januar 1360 sprach zu Thal Ulrich der Prant aus der Murolfsau, Landrichter zu Aibling, schiedsrichterlich gegen Otto Zehetmayr von Högling, sein Bruder Ulerich der Zehetmayr solle einen Erbteil haben an der Herrn von Fürstenfeld Zehenthof zu Högling. Der Brief ist gegeben ze Tal des nächsten Pfincztagez nach dem Oeberisten den man haizzt den Prehentag.

Fürstenfeld besaß dann diese Hofmark Thal bis zur Säkularisation.

 

Quelle: verschiedene undatierte alte Zeitungsartikel

 

 

Fenster schließen